Augenakupunktur

Definition verschiedener Augenerkrankungen

Ansicht Querschnitt Auge

Makuladegeneration = AMD (altersbedingte Makuladegeneration)
Erkrankung der Netzhaut des Auges am Punkt des schärfsten Sehens der sog. Macula lutea („Gelber Fleck“), allmähliche Funktionsbeeinträchtigung bzw. -verlust der Zellen und Nachlassen der zentralen Sehschärfe, Gesichtsfeldeinschränkung, Farbwahrnehmungsstörungen, Folgen der Makuladegeneration können Sehbehinderung und Erblindung sein

Es wird zwischen zwei Formen unterschieden

  • Trockene Makuladegeneration (ca. 85 %) = Ablagerung von sog. Drusen (extrazellulärem Material unterhalb der Netzhaut), Stoffwechselprodukten, Durchblutungsstörung der Aderhaut
  • Feuchte Makuladegeneration (ca. 15 %) = Bildung von flächigen Gefäßen unter der Netzhaut, die zu Blutungen neigen können

Erste Anzeichen für beide Formen

  • Abnahme der Sehschärfe, verschwommenes Sehen
  • gerade Linien werden wellig gesehen (Amslergittertest)
  • Gesichtsfeldausfälle im zentralen Bereich
  • Die Lichtempfindlichkeit ist erhöht
  • Farbwahrnehmungsstörung, Farben sind nicht mehr so intensiv erkennbar
  • Das Kontrastsehen nimmt ab

Risikofaktoren

  • erhöhtes Alter
  • starke Sonneneinwirkung
  • Genetisch bedingt
  • Rauchen
  • ungesunde Ernährung
  • Katarakt-Operation
  • künstliche Lichtquellen – erhöhtes Blaulichtspektrum (PC, Flachbildfernseher, Smartphone, Energiesparlampen usw.)

Sie finden weitere Informationen bei den Unterstützenden Maßnahmen unter dem Punkt Schutzbrillen. Darüber hinaus auch hier der Link zu einem sehr interessanten Artikel dazu: Kunstlicht und Sehen – Stress für die Augen durch moderne Lichtquellen. Ein Artikel von Alexander Wunsch.

Grauer Star (Katarakt)
Trübung der Augenlinse

Grüner Star (Glaukom)
Erhöhter Augeninnendruck, Erkrankung der Sehnerven

Retinitis Pigmentosa
Durch Vererbung entstehende Netzhautdegeneration, Photorezeptoren (lichtempfindliche Sinneszellen eines Auges) sterben ab. Syptome können z.B. Nachtblindheit oder Gesichtsfeldeinschränkung der Peripherie (Tunnelblick) sein.

Trockenes Auge (Keratoconjunctivitis sicca)
Mangelnde Tränensekretion und/oder Veränderung in der Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit

Augenakupunktur-StirnProf. Dr. John Boel, naturheilkundlicher Arzt, kombinierte Teile der traditionellen chinesischen Akupunktur mit verschiedenen anderen Akupunktur-Systemen, und entwickelte eine Akupunkturmethode speziell zur Behandlung chronischer Augenerkrankungen.

Da aus naturmedizinischer Sichtweise, der Mensch immer ganzheitlich zu sehen ist, dürfen somit auch die Augenerkrankungen nicht eigenständig betrachtet werden sondern stehen oft in Verbindung zu belasteten Organen, die Störungen aufweisen. Um den Menschen wieder in die Gesundung zu bringen, gilt es, diese Krankheitsmuster aufzulösen. Dies kann mit Akupunktur und ergänzenden Therapien erreicht werden.

Leider sind chronische Augenerkrankungen in der Schulmedizin, trotz moderner Operationsverfahren und Medikamenten, heutzutage immer noch nicht erfolgreich behandelbar! Hier können Therapien der Alternativmedizin ergänzend einwirken. Kombinationen aus der Naturheilkunde, der traditionellen chinesischen Medizin und der Augenakupunktur können einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Beschwerden leisten.
Ziel der Behandlung ist es, den Krankheitsverlauf hinauszuzögern, zu lindern, Sehkraft zu erhalten bzw. zu verbessern.

Innerhalb der letzten Jahre sind über 6000 Patienten mit Augenleiden aller Art mit der Augen-Akupunktur-Methode nach Prof. Dr. John Boel behandelt worden. Zu den häufigsten Fällen gehören:

  • Alterssichtigkeit
  • Makuladegeneration beide Formen
  • Retinitis pigmentosa
  • Glaukom
  • Erkrankungen der Netzhaut bed. durch Durchblutungsstörungen
  • Erblindung durch Gehirnschädigungen
  • Kurzsichtigkeit, bei Kindern und Jugendlichen bis zum 20. Lebensjahr

Anwendung des Verfahrens
Durch die Kooperation mit Prof. Dr. Dong, Nanning, Guangxi China, der Heilpraktikerin Simone Otto-Bali, Villingen, und meiner Erfahrung, wurde die Augenakupunktur modifiziert. Somit können die Ohrakupunktur, klassische Naturheilkunde und auch fasziale Therapien, je nach Krankheitsfall zur Anwendung kommen. Allerdings überwiegt das Konzept von Prof. Dr. John Boel bei der Behandlung von Augenerkrankungen.

Entgegen den Befürchtungen vieler Patienten, wird bei der Augenakupunktur nicht direkt in die Augen gestochen!
Es handelt sich vielmehr um Punkte am Körper und an den Gelenken.

Therapieablauf

  • 1. und 2. Behandlungswoche: 2 x 5 Tage lang 2 x täglich im Abstand von mindestens einer Stunde.
  • In den ersten beiden Behandlungswochen muss sehr intensiv behandelt werden.
  • Nach der Anbehandlungsphase werden die Abstände zwischen den einzelnen Sitzungen vergrößert.

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Wirkung der Augenakupunktur

Die Akupunktur spricht bei jedem Patienten unterschiedlich an.

Die meisten Patienten spüren schon innerhalb der Anbehandlungsphase eine Veränderung, einige erst nach einigen Wochen z.B. beim grauen Star oder Diabetes. Nur ca. 10% reagieren grundsätzlich nicht auf die Akupunktur.
Der Verlauf zeigt eindeutig an, ob eine Weiterbehandlung angeraten ist oder nicht.

Diese Behandlungsmethode ist frei von jeglichen Nebenwirkungen! Doch sei erwähnt, dass einmal zerstörtes Gewebe, nicht wieder ersetzt werden kann. Je früher mit der Therapie begonnen wird, desto besser!

Die Augenakupunktur ist eine sinnvolle Ergänzung und Alternative zu schulmedizinischen Augenbehandlungen. Eine Untersuchung und Diagnosestellung durch einen Augenarzt wird durch die Augenakupunktur nicht ersetzt und ist angeraten!