Naturheilkunde

Baunscheidt’sche Verfahren

Dieses alternative Verfahren wird als Reizkörpertherapie, Umstimmungstherapie und Ausleitungstherapie angewendet. Durch einen speziellen Nadelapparat (Rolle) werden mit vielen eng aneinanderliegenden Nadeln, winzige kleine Stiche in die Haut (Reflexzonen) gesetzt. Danach wird durch sofortiges Auftragen eines speziellen Baunscheidt-Öls ein künstlicher Hautreiz forciert. Der Körper entwickelt dadurch seine Selbstheilungskräfte, die Durchblutung kann gesteigert werden, die Ausscheidung und Entgiftung von Giftstoffen über die Haut wird aktiviert, der Körper reagiert positiv. Anwendung findet das Baunscheidt’sche Verfahren bei Gelenkschmerzen, Rheumatischen Schmerzzuständen, Neuritis und bei allen Erkrankungen, die einer Ausleitung von Giftstoffen über die Haut bedürfen.

Aderlass

Der Aderlass gehört zu den uralten Heilverfahren in beinahe allen Kulturen und ist seit Jahrtausenden bekannt. Beim Aderlass wird die Fliesseigenschaft des Blutes verbessert, was eine bessere Durchblutung, positive Beeinflussung der Stoffwechsellage, eine Regulation des Blutdrucks und der Blutdicke zur Folge haben kann. Die Menge des entnommen Blutes aus der Vene, hängt von dem Zeitpunkt des sogenannte „Umschlags“ (Änderung der Blutfarbe) ab und ist deswegen sehr variabel.

Behandlungsziel ist die Reinigung und Entlastung des Blutes. Giftstoffe können direkt über das Lymphsystem ausgeschieden werden. Der Aderlass kann als Therapie bei Entzündungen, Blutfülle, Bluthochdruck, Stauungen, Neigung zu Schlaganfällen oder Herzinfarkt und zur Entgiftung, Ausleitung sowie Stoffwechselverbesserung angewendet werden.

Hirudo- /Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist ein traditionelles Heilmittel in der modernen Humanmedizin. Bereits die Ägypter in der Pharaonenzeit kannten die heilende Wirkung der Blutegel. Die natürliche Wirkstoffkombination des Egels ist einzigartig. Diese Wirkstoffe können bei einer Vielzahl von Erkrankungen mit Durchblutungsstörungen (z.B. Krampfadern) oder schmerzhaften Entzündungen in den Gelenken oder im Rücken helfen.

Vor jeder Blutegelbehandlung findet ein ausführliches Aufklärungsgespräch statt.

Eine Behandlung dauert meist zwischen 60 und 90 Minuten. Abhängig von der Indikation, ist häufig eine einmalige Sitzung ausreichend. Zu Behandlungsbeginn wird der Blutegel an der entsprechenden Stelle angesetzt und saugt sich fest. Dieser verbleibt an der Stelle und kriecht nicht umher. Dieser Saugvorgang ist weitgehend schmerzfrei, da der Blutegel hierbei wahrscheinlich schmerzlindernde Stoffe abgibt. Ein leichtes Stechen und Brennen kann jedoch manchmal wahrgenommen werden. Im weiteren Verlauf (15 bis 90 Minuten) leitet der Blutegel die Wirkstoffe beim Saugen in das Gewebe ein und fällt anschließend von alleine ab. Die kleine Bisswunde blutet, a.G. des Wirkstoffes Calin, ca. 8-12 Stunden nach. In dieser Zeit muss die Wunde gut mit saugfähigem Verbandsmaterial abgedeckt werden. Nach der Behandlung kann sich die Bissstelle röten und leicht anschwellen oder jucken. Der gewünschte Effekt tritt oftmals unmittelbar nach der Behandlung ein und hält monatelang.

Indikationen

  • Augen: Durchblutungsstörungen, Glaukom, entzündliche Augenerkrankungen
  • Alle Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, Schmerzen und Entzündungen, z. B. Arthrosen, Gicht, Baker Zyste, Schleimbeutelentzündungen, Ödeme etc.
  • Chronische venöse Insuffizienz: Varizen (Krampfadern), Ulcus
  • Hämorrhoiden, Analvenenthrombosen
  • Hauterkrankungen: Furunkeln, Karbunkeln, Abszessen und Panaritien
  • Herpes Zoster
  • Hörsturz, Tinnitus, Morbus Meniére, Lagerungsschwindel, immer wiederkehrende Mittelohrentzündungen
  • Sinusitis und Tonsillitis
  • Hämatome, auch tiefliegende

In meiner Praxis verwende ich Blutegel aus deutscher Zucht und diese werden immer frisch zur jeweiligen Behandlung bestellt. Nachdem die Blutegel gesättigt sind, werden diese an die Blutegelzucht zurückgesendet und dürfen dann in dem sog. „Rentnerteich“ weiterleben.

Schröpfen

Schröpfen2Das Schröpfen gehört zu einer der ältesten Therapieformen der Welt. Es wird u.a. in der europäischen, ayurvedischen und der traditionellen chinesischen Medizin seit Jahrhunderten angewendet. Man unterscheidet zwischen dem „blutigen“ oder „unblutigen“ Schröpfen. Je nach Indikation wird es vorwiegend zur Schmerzlinderung am Bewegungsapparat und zur gezielten Durchblutungsförderung innerhalb des Bindegewebes eingesetzt. Das Fasziengewebe sowie auch die Muskulatur können durch das Schröpfen wieder elastischer und gleitfähiger werden und somit eine Auswirkung auf die Sinnesorgane, Augen und Ohren, haben. In der traditionell chinesischen Medizin kann durch das Schröpfen bestimmter Organzonen Einfluss auf die Augen genommen werden.

Es wird überwiegend unblutig geschröpft. An sogenannten „Wind-Punkten“ wird eine bessere Durchblutung forciert und Stagnationen in Energieleitbahnen behoben.

Hierzu werden Schröpfgläser in unterschiedlichen Größen unter Vakuum auf die jeweiligen Hautzonen aufgesetzt und verbleiben mehrere Minuten, bis sie wieder entfernt werden. Das Schröpfen kommt bei vielfältigen Erkrankungen zum Einsatz und ist gerade in der manuellen Schmerztherapie eine sehr wichtige Therapiemaßnahme.

Schröpfkopfmassage

SchröpfmassageInformationen zum Schröpfen, bitte unter dem Vorpunkt „Schröpfen“ nachlesen.

Bei der Schröpfkopfmassage werden zwei gleichgroße Schröpfköpfe unter Vakuum auf dem eingeölten Blasenmeridian, paravertebral, also links und rechts, der Wirbelsäule aufgesetzt. Beide Schröpfköpfe werden dann gleichmäßig entlang der gesamten Wirbelsäule hin und her geschoben. Der Rhythmus und die Geschwindigkeit der Bewegung wird individuell nach dem subjektiven Empfinden des Patienten angepasst.

Durch die Schröpfkopfmassage kann sich „verklebtes“ Fasziengewebe wieder lösen und verhärtete Muskulatur entspannen. Dies kann sich über die Halswirbelsäule auch positiv auf die Augen auswirken. Die starke Durchblutungsförderung wirkt zugleich entschlackend, d.h. Giftstoffe werden im Zwischenzellraum gelöst und können durch das Lymphsystem abtransportiert werden. So ist es immer sehr ratsam, nach jeder manuellen Therapiesitzung viel Wasser zu trinken.

Arzneimitteltherapien

Zusätzlich zu den jeweiligen Therapieformen können individuell Arzneimittel verschrieben werden.

  • Homöopathische Mittel
  • Isopathische Präparate
  • Spagyrik
  • Phytotherapie
  • Nahrungsergänzungmittel